Wie hier gearbeitet wird
Ja, hier arbeitet eine Maschine mit.
Aerona wird von einem Menschen gebaut. Ein Betriebssystem, zehn Programme,
eine Webseite in 85 Sprachen — das schafft eine Person allein nicht in
einem Leben. Also arbeitet hier ein Werkzeug mit, das Texte schreiben und
Code vorschlagen kann.
Diese Seite erklärt, wie das abläuft. Nicht, was Aerona irgendwann mit
künstlicher Intelligenz anbieten wird — sondern wie sie heute
beim Bauen hilft, wo ihr vertraut wird und wo ausdrücklich nicht.
85
Sprachen, in denen die Webseite steht
1
Mensch, der entscheidet, was bleibt
0
Texte, die ungeprüft online gehen
01 · Der Grund
Warum überhaupt eine Maschine
Die ehrlichste Antwort ist die einfachste: Es geht sonst nicht. Aerona ist
das Projekt eines Einzelnen, kein Unternehmen mit Abteilungen. Für jede
Aufgabe, die hier anfällt, bräuchte es normalerweise jemanden, der genau
das gelernt hat.
Die Webseite in 85 Sprachen übersetzen
bräuchte 84 Übersetzer
Jede Sprache aktuell halten, bei jeder Textänderung
dauerhaft, nicht einmalig
Schriften prüfen, die man selbst nicht lesen kann
Tamil, Khmer, Amharisch, Georgisch …
Ohne dieses Werkzeug gäbe es Aerona auf Deutsch. Vielleicht auf Englisch.
Die anderen 83 Sprachen wären eine nette Idee geblieben — und ein Mensch
in Sri Lanka oder Kambodscha hätte nie erfahren, dass es das Projekt gibt.
Das ist der Punkt, an dem so ein Werkzeug etwas ermöglicht statt etwas
wegzunehmen.
02 · Die Aufteilung
Wer was macht
Die Trennung ist nicht verhandelbar und sie verläuft immer an derselben
Stelle: Die Maschine schlägt vor, der Mensch entscheidet.
⚙
Die Maschine
- Übersetzt Texte in Sprachen, die hier niemand spricht
- Schreibt Code nach genauer Ansage und prüft ihn gegen Regeln
- Durchsucht tausende Dateien nach einem Muster
- Baut Prüfwerkzeuge, die Fehler finden, die niemand sieht
- Zählt, misst und vergleicht, statt zu schätzen
✦
Der Mensch
- Entscheidet, was gebaut wird und was nicht
- Gibt jedem Text die Richtung: knapp, ehrlich, ohne Werbesprache
- Sagt Nein, wenn etwas gut aussieht, aber nicht stimmt
- Trägt die Verantwortung für alles, was hier steht
- Behält die Idee, für die das Ganze gemacht wird
Kein einziger Text auf dieser Webseite geht ungelesen online. Was nicht
überzeugt, wird umgeschrieben oder fliegt raus.
03 · Ein echter Ablauf
Wie eine Übersetzung wirklich entsteht
Kein erfundenes Beispiel — so ist diese Webseite in 85 Sprachen
gekommen. Sechs Schritte, von denen fünf aus Prüfen bestehen.
-
1
Der deutsche Text entsteht zuerst
Jede Seite wird auf Deutsch geschrieben und so lange
überarbeitet, bis sie stimmt. Übersetzt wird erst, was fertig ist.
-
2
Regeln werden aufgeschrieben, bevor es losgeht
Was ein Eigenname ist und nie übersetzt wird. Was Code ist
und stehen bleibt. Welcher Ton gilt. Ohne diese Liste kommt Beliebiges zurück.
-
3
Viele Läufe gleichzeitig, jeder mit wenigen Sprachen
Nicht ein Durchgang für alles, sondern Gruppen von je
sechs Sprachen. Wer weniger auf einmal macht, macht es sorgfältiger — bei
Maschinen wie bei Menschen.
-
4
Ein Programm prüft jede einzelne Übersetzung
Sind alle Zahlen aus dem Original noch da? Steht der
Produktname drin? Ist versehentlich Englisch stehengeblieben? Ist die
Auszeichnung unversehrt? Wer durchfällt, wird neu gemacht — nicht durchgewinkt.
-
5
Die Seite wird in mehreren Schriften angesehen
Arabisch und Hebräisch laufen von rechts nach links.
Thai und Khmer brechen anders um. Eine Übersetzung kann richtig sein und die
Seite trotzdem zerlegen.
-
6
Erst dann geht es online
Und wenn später jemand einen Fehler findet, wird er
korrigiert und die Prüfung so erweitert, dass genau dieser Fehler nie
wieder durchkommt.
04 · Was schiefging
Drei Fehler, die wirklich passiert sind
Wer behauptet, so ein Werkzeug mache keine Fehler, hat nicht genau
hingesehen. Diese drei stammen aus der Arbeit an dieser Webseite. Zwei
fand ein Programm, einen fand der Mensch.
Vom Prüfprogramm gefunden
Buchstaben, die es zweimal gibt
Das lateinische o und das kyrillische о sehen
gleich aus, sind aber verschiedene Zeichen. In einem mazedonischen Wort
war das falsche gelandet. Kein Mensch sieht das — aber die Suche findet
das Wort nicht mehr, und Vorleseprogramme stolpern darüber.
Danach: ein Prüflauf über alle 85 Sprachen. Ergebnis: fünf solcher Wörter.
Vom Prüfprogramm gefunden
Zeichen, die niemand sehen kann
In den Texten steckten über zweitausend Zeichen ohne Breite — unsichtbar,
aber vorhanden. Sie stammten aus einem früheren Werkzeug, das hier längst
nicht mehr benutzt wird. Im deutschen Original kam kein einziges vor.
Danach: entfernt — außer in Khmer und Laotisch, wo genau diese Zeichen
die Wörter trennen.
Vom Menschen gefunden
Deutsche Seite, englische Überschriften
Fehlt eine Übersetzung, springt die Seite auf Englisch — sinnvoll für
84 Sprachen, unsinnig für die Ausgangssprache. Auf einer deutschen Seite
standen plötzlich englische Überschriften. Kein Programm schlug an: Es war
ja alles ordentlich übersetzt, nur an der falschen Stelle.
Aufgefallen, weil am Ende auch die eigene Sprache geprüft wurde, nicht
nur die fremden.
Genau deshalb prüfen wir. Nicht weil das Werkzeug schlecht wäre — sondern
weil kein Werkzeug so gut ist, dass Prüfen überflüssig wird.
05 · Die Grenzen
Wofür sie hier nicht benutzt wird
✕
Keine erfundenen Zahlen
Was auf dieser Webseite an Zahlen steht, ist gezählt
oder gemessen. Eine Maschine kann überzeugend klingende Zahlen erfinden —
deshalb wird nachgerechnet, bevor eine Zahl hier landet.
✕
Keine fremden Werke
Kein Text, kein Bild und kein Stück Code von anderen
wird übernommen und als eigenes ausgegeben. Was hier steht, ist für Aerona
gemacht.
✕
Keine Entscheidungen
Was Aerona wird, wofür es steht, was es kosten soll:
Das entscheidet kein Werkzeug. Es kann Möglichkeiten aufzeigen — die Wahl
bleibt beim Menschen, und damit auch die Verantwortung.
✕
Keine Daten von Ihnen
Beim Bauen dieser Webseite wurden keine Daten von
Besuchern verwendet — es gibt keine. Was hier verarbeitet wird, sind die
eigenen Texte und der eigene Code.
06 · Die Sorgen
Was viele befürchten — und was hier stimmt
Die Sorgen sind berechtigt und werden hier nicht kleingeredet. Aber sie
treffen nicht auf jede Art zu, mit so einem Werkzeug umzugehen.
„Dann ist doch nichts davon echt."
Die Idee, der Aufbau, jede Entscheidung und die Verantwortung liegen bei
einem Menschen. Ein Werkzeug hat beim Ausführen geholfen — so wie ein
Taschenrechner beim Rechnen hilft, ohne dass die Mathematik dadurch
unecht wird. Was zählt: Hier steht nichts, was nicht jemand gelesen,
geprüft und verantwortet hat.
„Das nimmt Menschen die Arbeit weg."
Diese Sorge ist ernst und gilt in vielen Bereichen. Hier ist der Fall
allerdings ein anderer: Es gab nie ein Budget für 84 Übersetzer. Die
Alternative war nicht „bezahlte Arbeit", sondern „gibt es gar nicht".
Entstanden ist etwas, das sonst nicht existieren würde — nicht der
Ersatz für etwas, das existierte.
„Kann man solchen Texten trauen?"
Ungeprüft: nein. So ein Werkzeug schreibt Falsches im selben sicheren
Ton wie Richtiges — das ist seine gefährlichste Eigenschaft. Deshalb
besteht die Arbeit hier zum größten Teil aus Prüfen, nicht aus
Erzeugen. Für jede Übersetzung gibt es ein Programm, das gegenrechnet,
und am Ende jemanden, der hinsieht.
„Wird das jetzt überall eingebaut?"
Nein. Dass ein Werkzeug beim Bauen hilft, heißt nicht, dass es
in jedem Programm stecken muss. Ein Textprogramm braucht keine
Maschine, die mitliest. Wo Aerona irgendwann etwas in dieser Richtung
anbietet, wird es freiwillig sein, abschaltbar und deutlich als solches
gekennzeichnet.
„Warum steht das überhaupt hier?"
Weil Verschweigen die schlechtere Wahl wäre. Viele Projekte arbeiten
heute so und sprechen nicht darüber. Wer wissen will, wie etwas
entstanden ist, soll es nachlesen können — und sich dann selbst ein
Urteil bilden.
07 · Was dabei herauskommt
Wofür der ganze Aufwand gut ist
Am Ende zählt nicht, womit etwas gebaut wurde, sondern was dabei für die
Menschen herauskommt, die es benutzen. Deshalb hier das Ergebnis, nicht
das Werkzeug:
85 Sprachen
Auch Sprachen, für die sich sonst niemand die Mühe macht:
Guaraní, Kinyarwanda, Xhosa, Quechua.
Keine Werbesprache
Erklärt wird, was etwas ist und was es nicht kann. Auch
dann, wenn sich das schlechter verkauft.
Fehler werden benannt
Was schiefging, steht im Bautagebuch — nicht nur das,
was gelungen ist.
Nichts läuft heimlich
Diese Seite gibt es, damit niemand raten muss, wie
Aerona entsteht.
So ein Werkzeug ist weder Wunder noch Bedrohung. Es ist ein sehr
schneller, sehr fleißiger Helfer, der ohne mit der Wimper zu zucken
Unsinn behauptet, wenn man ihn lässt.
Der Unterschied liegt nicht darin, ob jemand damit arbeitet,
sondern wie sorgfältig. Aerona hat sich für die aufwendige
Variante entschieden: prüfen, gegenrechnen, nachfragen, und im Zweifel
noch einmal von vorn.
08 · Die Regeln
Was das Gesetz dazu verlangt
Seit dem 2. August 2026 gilt die KI-Verordnung der Europäischen Union in
weiten Teilen. Sie betrifft nicht nur die, die KI verkaufen, sondern auch
die, die damit arbeiten.
Eine der Regeln verlangt, offenzulegen, wenn ein veröffentlichter Text von
einer Maschine erzeugt wurde. Es gibt dabei eine Ausnahme: Sie gilt nicht,
wenn ein Mensch den Text geprüft hat und namentlich die Verantwortung dafür
trägt.
Bei Aerona trifft beides zu. Kein Satz geht auf diese Seiten, den nicht
vorher jemand gelesen hat — und wer das ist, steht mit Namen und Anschrift
im Impressum. Diese Seite hier gibt es trotzdem, und zwar nicht, weil ein
Gesetz sie verlangt: Ein Halbsatz im Kleingedruckten erklärt weniger als
acht Abschnitte.
Was gilt, sobald Aerona selbst KI anbietet
Heute nutzt Aerona KI nur beim Bauen. Sobald das Betriebssystem oder eine
App selbst eine KI enthält, kommen strengere Pflichten dazu: Wer mit einer
Maschine spricht, muss das erkennen können, und was sie erzeugt, muss
maschinell als künstlich erzeugt erkennbar sein. Davon ist bisher nichts
gebaut. Wenn es soweit ist, wird es hier stehen — vorher nicht.
Das hier ist keine Rechtsauskunft, sondern eine Beschreibung der eigenen
Arbeitsweise. Wer wissen will, was für ihn selbst gilt, fragt jemanden mit
Zulassung.