AetherOS und die zehn Apps werden noch gebaut. Zu haben ist noch nichts – Start geplant für Sommer 2027. Was noch kommt
Woher Aerona kommt

Made in Germany ist kein Aufkleber.

Der Satz steht auf jeder Seite dieser Webseite, unten in der Fußzeile. Er ist schnell hingeschrieben und noch schneller missverstanden — als Behauptung, etwas sei besser, weil es aus einem bestimmten Land kommt. So ist er nicht gemeint.

Gemeint ist etwas Nüchterneres: Wer hier baut, steht unter bestimmten Regeln — ob er will oder nicht. Diese Seite erklärt, welche das sind, was Sie davon haben, was der Satz nicht verspricht und was er kostet.

1 Anschrift, die im Impressum steht — kein Postfach
4 Rechte, die Sie gegenüber Aerona haben
0 Daten, die verkauft oder weitergegeben werden
01 · Der Rechtsraum

Nicht das Land zählt, sondern die Regeln

Software hat keinen Geschmack und keine Heimat. Ein Programm wird nicht dadurch besser, dass es an einem bestimmten Ort entstanden ist. Was sich mit dem Ort ändert, ist etwas anderes: welche Gesetze für den gelten, der es anbietet — und wohin Sie sich wenden können, wenn etwas schiefgeht.

Wer eine Webseite in Deutschland betreibt, muss seinen Namen und eine ladungsfähige Anschrift nennen. Nicht freiwillig, sondern nach § 5 DDG. Das ist der unspektakulärste und zugleich wichtigste Unterschied: Es gibt jemanden, den man benennen, anschreiben und im Ernstfall belangen kann.

Was hier gilt

  • Name und Anschrift müssen öffentlich stehen
  • Für den Inhalt haftet eine benannte Person
  • Daten dürfen nur mit Rechtsgrundlage verarbeitet werden
  • Eine staatliche Stelle nimmt Beschwerden entgegen

Was anderswo anders ist

Das ist kein Vorwurf an andere Länder — es sind schlicht andere Gesetze. Anbieter aus den Vereinigten Staaten etwa können verpflichtet werden, Daten an Behörden herauszugeben, auch wenn diese Daten auf europäischen Servern liegen. Wer dort sitzt, kann sich dem nicht entziehen, so gut er es meinen mag.

02 · Ihre Rechte

Vier Dinge, die Sie verlangen können

Keine Zusagen von uns, sondern Rechte aus der Datenschutz-Grundverordnung. Sie gelten unabhängig davon, ob wir sie sympathisch finden. Eine formlose E-Mail genügt.

Art. 15

Auskunft

Sie dürfen erfahren, welche Daten über Sie gespeichert sind — vollständig, nicht in Auszügen.

Art. 16

Berichtigung

Stimmt etwas nicht, muss es korrigiert werden. Auch dann, wenn der Fehler nicht von uns stammt.

Art. 17

Löschung

Sie können verlangen, dass Ihre Daten verschwinden. Nicht ausgeblendet, sondern gelöscht.

Art. 77

Beschwerde

Wenn Ihnen unsere Antwort nicht genügt, entscheidet nicht Aerona, sondern eine staatliche Aufsichtsbehörde. Das ist der Punkt, an dem es ernst wird.

Der Unterschied zu einem Versprechen: Ein Versprechen kann man brechen. Diese vier Rechte kann Ihnen niemand nehmen — auch wir nicht.

03 · Die Grenzen

Was der Satz nicht bedeutet

Dieser Abschnitt steht hier, weil „Made in Germany" oft als Gütesiegel verkauft wird. Das ist es nicht — und wer es so verwendet, sollte zumindest dazusagen, was es alles nicht bedeutet.

Kein Beweis für Qualität

Aus Deutschland kommt gute und schlechte Software, wie überall. Der Satz sagt etwas über den Rechtsraum, nichts über die Sorgfalt. Die muss sich jedes Programm selbst verdienen.

Keine Aussage über andere Länder

Hier steht nicht, dass anderswo schlechter gearbeitet wird. Es gibt hervorragende Programme aus jedem Winkel der Welt. Es gelten dort nur andere Regeln — mehr sagt der Satz nicht.

Kein geschützter Begriff

„Made in Germany" darf fast jeder draufschreiben. Es gibt keine Prüfstelle, die das vergibt. Deshalb ist der Satz für sich genommen wertlos — er zählt nur mit dem, was nachprüfbar dahintersteht.

Keine Garantie gegen Fehler

Aerona wird von einem Menschen gebaut, und Menschen machen Fehler. Der Rechtsraum sorgt nicht dafür, dass keine passieren — er sorgt dafür, dass jemand dafür geradesteht.

04 · Der Preis

Was diese Entscheidung kostet

Datenschutz wird gern als reiner Gewinn dargestellt. Das stimmt nicht. Er kostet — Geld, Bequemlichkeit und manchmal eine Funktion, die andere längst haben.

Umständlicher

Wer nichts auf fremde Server schiebt, muss vieles selbst bauen, was es fertig zu kaufen gäbe. Das dauert länger und sieht am Anfang schlechter aus.

Teurer

Die bequemsten Bausteine im Netz kosten nichts — bezahlt wird mit den Daten der Nutzer. Wer das nicht will, zahlt mit Geld oder mit Arbeit.

Langsamer beim Wachsen

Werbung wird es geben — aber nur solche, die nicht weiß, wer davorsitzt. Anzeigen, die zum Umfeld passen statt zur Person, bringen deutlich weniger ein als zugeschnittene. Und Daten werden gar nicht erst verkauft. Beides zusammen heißt: Aerona wächst langsamer.

Diese Rechnung geht bewusst so aus. Wer sie anders löst, hat nicht unrecht — er baut nur etwas anderes.

05 · Nachprüfen

Glauben Sie das nicht — sehen Sie nach

Jede Firma kann behaupten, sie nehme Datenschutz ernst. Der Unterschied liegt darin, ob man es überprüfen kann. Vier Dinge, die Sie bei Aerona und bei jedem anderen Anbieter nachsehen können:

  1. 1

    Steht eine echte Anschrift im Impressum?

    Ein Name, eine Straße, ein Ort. Kein Postfach, keine Briefkastenfirma in einem fernen Land. Bei Aerona steht sie im Impressum, samt der Person, die für den Inhalt haftet.

  2. 2

    Nennt die Datenschutzerklärung Rechtsgrundlagen?

    Wer ernst meint, was er schreibt, sagt zu jeder Verarbeitung, worauf sie sich stützt. Steht dort nur „wir schützen Ihre Daten", steht dort nichts.

  3. 3

    Lädt die Seite Sachen von fremden Servern?

    Schriften, Karten, Zählwerkzeuge — jedes nachgeladene Stück verrät Ihre Adresse an einen Dritten. Diese Seite lädt ihre Schriften und Symbole vom eigenen Server, damit das nicht passiert.

  4. 4

    Gibt es einen Weg, sich zu beschweren?

    Nicht beim Anbieter — bei einer Stelle, die über ihm steht. In Deutschland und der EU ist das eine Datenschutz-Aufsichtsbehörde, und sie ist für jeden erreichbar.

06 · Die Einwände

Was man dagegen sagen kann

„Das ist doch nur Marketing."

Wäre es eines, stünde auf dieser Seite kein Abschnitt darüber, was der Satz alles nicht bedeutet, und keiner darüber, was er kostet. Marketing lässt beides weg. Der Satz ist so viel wert wie das, was man nachprüfen kann — deshalb steht hier, wie man es nachprüft.

„Deutsche Software ist doch behäbig."

Das Vorurteil kommt nicht von ungefähr — es gibt genug schwerfällige Beispiele. Nur liegt das nicht am Land, sondern an Behörden-Software mit jahrzehntelanger Bindung und ohne Wettbewerb. Ob Aerona schnell und angenehm ist, entscheidet sich am Programm selbst, nicht an dieser Seite.

„Ein Einzelner kann keinen Datenschutz garantieren."

Ein berechtigter Einwand, und er stimmt teilweise. Ein Mensch hat keine Rechtsabteilung. Was er dafür hat: Er sammelt gar nicht erst, was er nicht braucht. Der beste Schutz für Daten ist, dass es sie nicht gibt — und das ist eine Entscheidung, die auch allein zu treffen ist.

„Und wenn Aerona später verkauft wird?"

Das wird nicht passieren. Aerona wird nicht gebaut, um es weiterzureichen — verkauft wäre es nicht mehr Aerona, sondern nur noch der Name darauf. Das ist die Zusage des Menschen, der dahintersteht. Und unabhängig davon gilt die Bauweise: Was auf Ihrem Gerät bleibt, bleibt dort. Wo nie Daten zusammengetragen wurden, gäbe es auch nichts zu übernehmen.

„Warum betont ihr das überhaupt?"

Weil der Satz in der Fußzeile steht und Fragen aufwirft, die er selbst nicht beantwortet. Wer etwas behauptet, sollte erklären, was er damit meint — sonst ist es genau der Aufkleber, für den viele ihn halten.

07 · Kurz gesagt

Worauf es hinausläuft

Aerona ist nicht besser, weil es aus Deutschland kommt. Aerona ist greifbar, weil es aus Deutschland kommt: Es gibt einen Namen, eine Anschrift, eine Person, die haftet, und eine Behörde, an die Sie sich wenden können, wenn Ihnen etwas nicht passt.

Das ist weniger, als der Satz auf den ersten Blick verspricht — und mehr, als die meisten Anbieter tatsächlich bieten.